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2. Kapitel - Unfälle passieren
Es war der Tag nach dem Unfall und Raito weckte ihn aus einem Alptraum, der ihn
schon seit seiner Kindheit verfolgte als er wieder in dieses geheimnisvolle
Augenpaar blickte. "Ryuuzaki, wach auf, Ryuu!", hatte er gerufen und er hatte
ihn gerettet, gerettet aus dieser tristen Traumwelt. "Raito, wie schön du bist
noch da.", war alles was seinen Lippen entwich und es war auch mehr ein
Selbstgespräch als dass es an Raito gerichtet war, alles was er wollte, was
sich vergewissern, dass es doch nicht nur ein Traum gewesen war; die tanzenden
Eiskristalle, die sich um ihn herum bewegten und das wunderbare Gefühl Raitos
Wärme zu spüren und von ihm getragen zu werden. Raito sah ihn etwas verwirrt
an und sagte dann : "Schon gut, es war doch nur ein Traum." Ryuuzakis Blick
klärte sich langsam und er ließ den Schrecken des Traumes hinter sich. Seine
Augen folgten der Wunde, die sich Raitos Arm herauf schlängelte und sein Blick
stoppte wieder bei seinen dunklen braunen Augen, die fast schon schwarz wirkten.
"Wie geht es deinem Arm?" Raito musterte seinen Arm und sagte recht schnell : "
Geht schon, sag mal hast du Hunger?" Doch sein Blick lag schon wieder auf dem
Arm. "Sicher, dass es geht? Es sieht echt schlimm aus." Raito lachte leicht.
"Tse, also ich bitte dich! Schau dich doch mal an, du bist viel schlimmer dran
als ich." Der Schmerz war ihm bisher noch gar nicht aufgefallen und erst jetzt
,als er an sich herunter sah und die vielen Verbände sah und sich aufsetzte
spürte er ihn. Ein unglaublich starker Schmerz schoss quer über seinen Rücken
und er keuchte erschrocken auf. "Uh, scheiße was ist denn passiert? Ich kann
mich noch an den Ast erinnern aber nicht an die Wunde auf meinem Rücken.", er
betrachtete seine Arme, die über und über mit kleinen Kratzern bedeckt waren.
Raito musterte ihn einige Sekunden und sagte dann : "Das liegt wahrscheinlich
daran, dass du auf einem Stein gelegen hast. Ich werde jetzt Frühstück
machen", er erhob sich, wollte los gehen, blieb dann aber noch einmal stehen, "
ach ja und noch was" , er drehte sich wieder zu ihm um, " du bist ein verdammter
Vollidiot!", damit drehte er sich um und ging in die Küche und ließ L verwirrt
zurück. Denn lächelte er und lachte leise. "Ja, du hast recht." //Er verhält
sich wie ein eifersüchtiges Mädchen.//, ging es ihm durch den Kopf und er
musste noch breiter grinsen.
Nach kurzer Zeit kam Raito zu ihm zurück und stellte ein Tablett mit Toast und
Tee vor ihm auf den Tisch und sah ihn an. "Aber füttern werd ich dich nicht!",
sagte er grinsend und biss von einem Toast ab. "Au, au, ich kann mich gar nicht
bewegen", simulierte Ryuuzaki schnell, " du musst mich füttern.", er sah ihn
mit großen Augen an, "ich bin so hilflos und verletzt." Jetzt grinste er breit
und wartete auf seine Reaktion. Raito zuckte mit den Schultern. "Wenn ´s sein
muss.", sagte er grinsend und hielt ihm einen Löffel mit etwas rotem hin,
welches Ryuuzaki dankend annahm. Doch plötzlich regte sich etwas in seinem
Inneren, er kaute es und schluckte es dann runter. "Na was denn? Wird's heiß?
Das war Chili.", sagte Raito mit einem breiten Grinsen im Gesicht und
beobachtete genüsslich L´s Reaktion. Und diese war auch einfach zu köstlich.
Ryuuzakis Augen wurden groß und er stürmte stolpernd an Raito vorbei auf der
Suche nach etwas Flüssigem. Er fiel der Länge nach hin und spürte wie die
Wunde auf seinem Rücken wieder aufplatze und sich der Verband rot färbte doch
der Schmerz in seinem Mund war bei weitem größer. "Ay, ay ay, heisse,
scheiße, heiß.", rief er aus und sah die noch halbvolle Weinflasche, stürmte
auf sie zu, schraubte sie auf und leerte sie schnell. Hinter sich hörte er
Raitos lachen. "Tut mir leid aber das wollte ich schon immer mal machen.", sagte
er und lachte über Ryuuzakis Gesichtsausdruck. L stellte die Flasche in der
Zeit wieder auf den Boden und sank langsam nieder als er spürte wie sich der
Alkohol durch sein Blut fraß. Er legte vorsichtig eine Hand auf die Schulter in
der Hoffnung so den Schmerz beruhigen zu können, der auf seinem Rücken tobte.
//Mein ganzer Mund brennt.//
Er hörte Schritte hinter sich und als er aufsah stand Raito vor ihm und ließ
sich in die Knie sinken. "Tut mir leid, Ryuu, ehrlich." "Mein ganzer Mund
brennt.", sagte er lallend und musterte Raito etwas verärgert. "Soll ich
pusten?", fragte er grinsend und hielt ihm ein Stück Brot hin, "Hier." Ryuuzaki
drehte sich blitzschnell um und biss von Raitos Brot ab, welches er in der
anderen Hand hielt. Dadurch verlor er das Gleichgewicht und landete direkt auf
ihm! Eines seiner Beine war zwischen Raitos und er stütze sich mit seinen Armen
ab und starrte ihm tief in die Augen. Er wollte etwas sagen, aber er konnte
nicht, kein einziger Ton wollte seine Lippen verlassen. Raito sah ihn
erschrocken an und ihm schien es nicht anders zu ergehen. Ryuuzaki sah ihm
weiterhin in die Augen, so tief, dass er drohte in ihnen zu versinken. //Mein
Herz, es schlägt so schnell, ich kann nicht atmen, nicht sprechen, selbst meine
Gedanken sind zäh wie Honig.// In diesem Moment klingelte ein Handy und Raito
schob ihn vorsichtig von sich runter und lief mit heißem Gesicht so schnell er
ging nach oben. //Verdammt, was ist los mit mir?//, ging es ihm durch den Kopf
und er klappte sein Handy auf und eine ihm nur zu bekannte Stimme meldete sich.
"Misa..", sagte er leise.
Ryuuzaki saß noch immer auf dem Boden und Verwirrung machte sich in ihm breit.
//Was.. was war das eben? Dieser lockende Blick. Seine Augen, sie lockten mich,
sie zogen mich an.// Sein Herz raste noch immer und er spürte durch die Wärme,
die sein Gesicht hoch kroch, wie rot es sein musste. Nach einiger Zeit fing er
sich wieder und biss genüsslich vom Brot ab, dass neben ihm lag. Dann hörte er
auch schon wie Raito die Treppe herunter kam. "Nein, wir haben hier keine
Frauen... ja .. ja das kannst du mir glauben..", er ging an L vorbei und
verdrehte die Augen und machte mit der Hand eine Bewegung, dass Misa redete und
redete und ihn deutlich nervte, " ja .. ja das werde ich machen." Ryuuzaki
grinste breit und sagte immer noch deutlich lallend : "Leg doch einfach auf oder
sag, dass der Empfang abbricht." Dann schob er schob er sich den letzten Bissen
in den Mund und kaute. Raito nickte ihm zu und schnipste mit den Fingern als
wollte er sagen "Hey, gute Idee" und ging dann seinem zweiten Vorschlag nach,
ergriff ein Stück Papier und zerknüllte es. "Misa? Misa.. tut mir leid... ich
hör dich nicht mehr... Misa?", er schob das Papier vor der Sprechmuschel hin
und her, "Misa? Die Verbindung ist sehr schlecht...", dann legte er schnell auf
und lachte herzhaft. Ryuuzaki stimmte in sein Lachen ein und sagte : "Das mit
den Papier war eine gute Idee", er sah noch einmal zu der Weinflasche herunter,
" Ich glaube ich hätte statt des Weins doch lieber Wasser trinken sollen." Er
hickste kurz und grinste Raito an. Als er L´s Blick folgte sagte er :
"Ryuuzaki?! Du hast doch nicht-", er hob die Flasche auf und betrachtete sie.
"Was sollte ich denn machen? Mein ganzer Mund brannte wie Feuer und der Wein war
das einzige was ich so schnell fand." "Au Mann", sagte Raito und fasste sich an
die Stirn, "komm setz dich erst mal, ok?", er half ihm auf und wollte ihn in die
Couch drücken doch das war gar nicht so einfach denn Ryuuzaki taumelte hin und
her. "Und die Flasche habe ich auf leeren Magen geext.", sagte er breit grinsend
und hickste noch einmal. "Tja, dann musst du etwas essen.", sagte er und
drückte ihm einen Toast in den Mund und setzte ihn auf die Couch. Plötzlich
veränderte sich Ryuuzakis Gesicht und er stürzte Richtung Bad. "Na super, die
Sauerei mach ich aber nachher nicht sauber." "Geht es?", rief er Ryuuzaki hinter
her doch bekam als Antwort nur das Rauschen der Klospülung zu hören. Wasser
wurde plätschernd angestellt und als L wieder kam war sein Gesicht blas und
sein Haar nass, er musste seinen Kopf unter kaltes Wasser gehalten haben. "Na da
hab ich ja was angerichtet. Geht es?", fragte Raito und ließ einen
fürsorglichen Blick über ihn schweifen. "Geht so.", antwortete L
wahrheitsgetreu und ließ sich auf die Couch fallen. Er fuhr sich mit einer Hand
über die nasse Stirn und sah Raito dann schwach lächelnd an. "Heute musst du
wohl kochen." Raito nickte pflichtbewusst. "Alles klar, ich gebe mein bestes.",
damit wandte er sich um und ging in die Küche. Ryuuzaki rollte sich indessen
auf der Couch zusammen und beobachtete ihn wie er hektisch hin und her lief und
beinahe immer alles fallen ließ was er gerade in den Händen hielt. //Kochen
scheint nicht seine Stärke zu sein.//, dachte er grinsend und musterte ihn
weiter. //Seine schönen Augen...//, er schlief langsam ein.
Raito kam in der Küche ganz schön ins schwitzen, da er eigentlich noch nie
richtig gekocht hatte. "Warum habe ich mich nur darauf eingelassen?", murmelte
er während er die Spiegeleier briet. "Hey, Ryuu, es gibt gleich essen." "Hm..
ja.", antwortete er und schlief auf der Stelle wieder ein. Raito legte eine
Augenbraue schief. "Super.. Ryuuzaki!", brüllte er fast schon, "Wach auf! Ich
hab das hier nicht um sonst über mich ergehen lassen!" L schreckte auf und saß
stocksteif da und sah dann zu Raito herüber. "Ähm, tu..tut mir leid.", er
stand vorsichtig auf und setzte sich zu ihm an den Tisch und ließ seinen Blick
über das Essen schweifen. "Hm.", machte er und legte seinen Kopf schief, "Was
ist das? Das kenn ich gar nicht." Er legte einen Finger in den Mund und sah
Raito fragend an. "Das ist westlich, Spinat, Spiegeleier und Kartoffeln.
Schmeckt recht gut, wenn du mich fragst." Er lächelte ihm zu und begann zu
essen. "Oh, westliches Essen, ich kenne nur italienisch und spanisch aber dieses
hier nicht.", sagte er lächelnd und begann ebenfalls zu essen. Nach einigen
Bissen sagte er : "Hey, das schmeckt echt gut." Er leerte den ersten Teller und
nahm sich rasch nach. Nach einiger Zeit lehnte er sich nach hinten und fasste
sich auf den Bauch. "Bin ich voll, ich kann mich kaum noch bewegen.", er sah
Raito lächelnd in die Augen. "Freut mich, das ist das einzige was ich Zustande
bekomme, ich kann kaum kochen aber dieses hier , dass habe ich mir von meiner
Mutter abgeschaut.", sagte Raito lächelnd doch seine Augen waren völlig ernst.
"Sag mal, du bist doch nicht nur hier um Urlaub zu machen, oder? Was hast du
wirklich vor?" Ryuuzaki zuckte leicht zusammen. "Nein, du hast recht aber zum
größten Teil bin ich wirklich hier um Urlaub zu machen und wegen der Stille
hier", Ryuuzaki lächelte, " ich habe hier noch einiges mit den Behörden zu
klären wegen diesem Haus. Ursprünglich gehörte es meinen Eltern. Der
Baubehörde gefällt es ganz und gar nicht, dass dieses Haus noch steht." //Wenn
ich ihm doch nur die Wahrheit sagen könnte.//, fuhr es ihm durch den Kopf und
sein Blick wurde eine Spur trauriger und schweifte in die weiße Einöde vor dem
Fenster. "Sag mal, wollen wir gleich mal raus gehen? Das würde uns bestimmt gut
tun." Er spürte Raitos skeptischen Blick auf sich und sagte schnell: "Und
ausserdem, wenn du in der Nähe bist kann ich nichts anstellen.", er zwinkerte
ihm fröhlich zu und sah, dass Raito nickte. //Baubehörde .. sicherlich, bei
deinem IQ hättest du dir was besseres ausdenken können.//, dachte sich Raito
und stand auf um den Tisch abzuräumen. Ryuuzaki stand auch auf und half ihm. //
Verdammt, ich glaube er hat etwas bemerkt...//
Als sie fertig waren zog sich Ryuuzaki eine dicke Jacke an und wartete vor der
Tür. Raito streckte sich ausgiebig und trat an ihm vorbei. L schloss die Tür
hinter ihm ab und freute sich über die fische klare Winterluft. "Los, komm, ich
zeig dir was tolles.", sagte er lächelnd und ging vor. //Na dann .. aber ich
werde dich trotzdem im Auge behalten.//
Der Schnee knarschte laut unter ihren Schuhen und ihr Atem stieg in kleinen
Wolken auf, höher, immer höher bis er wieder eins mit dem Himmel wurde. L
führte ihn einen Berg hinauf und das Haus in dem sie wohnten erschien schon so
furchtbar klein, fast als sei es einem Traum entsprungen. Sie betraten einen
kleinen verschneiten Wald, der mit all dem Schnee auf den Zweigen der Tannen und
Bäume verwunschen wirkte wie in einem Märchen. Angenehme Stille herrscht um
sie herum und zum ersten Mal wurde Raito bewusst, was das Wort Stille wirklich
bedeutete. Stille- nichts anderes hören als seinen Herzschlag und seinen Atem.
Ein kleiner Schneehase kreuzte ihren Weg und ein Reh lief hüpfend vor ihnen
davon.
"Es ist nicht mehr weit, es wird dir bestimmt gefallen.", durchbrach seine
Stimme die fast schon heilige und anmutig wirkende Stille. Raito konnte sehen
wie Ryuuzaki breit grinste und sie dann zu ihm umdrehte. "Los, mach die Augen zu
und gib mir deine Hand.", sein lächeln wurde breiter. Raito sah ihn zunächst
verwundert an doch dann tat er was L von ihm verlangte. Ryuuzaki sah auf Raitos
ausgestreckte Hand und zögerte für einige Sekunden doch dann umfasste er sie
und sein Herz begann sofort schneller zu schlagen, eine unsagbare Hitze breitete
sich in seinem Körper aus und er hatte das Gefühl, dieses Feuer in seinem
Inneren wollte seine Seele in Brand setzen. Dann setzte er sich langsam wieder
in Bewegung. "Pass auf, hier ist eine Wurzel, nicht, dass du fällst."
Raito spürte ein merkwürdiges Gefühl in seinem Inneren als Ryuuzaki seine
Hand ergriff und verlangsamte seinen Schritt jetzt etwas bis er die Wurzel
erreicht hatte und stieg dann über sie hinweg. "Warte, ganz langsam, hier
kommen noch mehr Wurzeln. Vorsichtig, gleich sind wir da.", sagte er und sah
dann wieder nach vorn und plötzlich hingen Äste vor ihm und er konnte ihnen
nicht mehr ausweichen. Einer der Äste zog sich quer durch sein Gesicht. "Au,
verdammt.", stieß er leise aus und Raito, der einen Ruck spürte fragte besorgt
: "Alles ok?"
"Ja, ja", lachte L , " ich bin nur mal wieder gegen etwas gestoßen. So ein
kleines Stück jetzt noch. Okay, bleib hier stehen.", er ließ seine Hand los
und ging hinter Raito und schob ihm seine Hände vor die Augen. "Okay, jetzt
mach die Augen auf.", flüsterte er in Raitos Ohr und warmer Atem strich an
seinem Hals entlang. Eine Gänsehaut fuhr Raitos Rücken herauf und wieder
herunter. Er öffnete die Augen und L zog seine Hände langsam weg. Raito
keuchte vor Überraschung und Erstaunen auf. "Unglaublich.", stieß er aus und L
legte indes seine Hände auf Raitos Schultern. "Na was sagst du?" Ryuuzaki
grinste und mit einem Mal wurde ihm bewusst wie nah er ihm jetzt gerade war. Er
war wie gelähmt und konnte sich einfach nicht bewegen. Vor den beiden
erstreckte sich ein riesiger gefrorener See, aus dem verschneite und vereiste
Birken sprossen. Von ihren Ästen hingen in der Sonne glitzernde Eiszapfen
herunter, manche reichten sogar bis zum Boden herab. Durch die Sonne wurde ein
Unglaubliches Farbenspiel erzeugt, welches glitzernde Punkte, bei jeder Bewegung
der Äste über den Boden tanzen ließ. Raito war wie verzaubert und konnte sich
nicht rühren. "Das ist .. das ist ja unglaublich", stieß er aus und starrte
weiterhin auf den See. "Willst du raufgehen? Das Eis ist völlig fest gefroren.
Also keine Angst, es wird uns halten." Raito nickte wie in Trance und betrat
vorsichtig das Eis doch bevor er den See ganz betrat testete er erst ob das Eis
sein Gewicht hielt. Ryuuzaki folgte ihm grinsend und genoss den erstaunten und
völlig verzauberten Ausdruck in Raitos Gesicht. Dann ging er langsam in die
Knie und begann einen Schneeball zu formen. "Hey, Raito!" Als Raito sich zu ihm
umdrehe hatte er auch schon einen Schneeball im Gesicht. "Das ist die Rache für
das Chili.", rief Ryuuzaki lachend. Raito hustete und wischte sich den Schnee
aus dem Gesicht, auf ihm zeichnete sich nun ein Grinsen ab und er sagte : " Na
warte!", er bückte sich und warf mit einem Schneeball nach ihm doch L wich
geschickt aus und lachte nur noch mehr und warf sofort einen weiteren Schneeball
nach ihm. "Du bist zu lahm, so kriegst du mich nie!", sagte er und lachte. Raito
wollte ausweichen doch wäre beinahe auf dem glatten Eis ausgerutscht, er
bückte sich wieder und formte einen neunen Schneeball und warf ihn schnell in
Ryuuzakis Richtung und traf ihn frontal damit. L wischte sich den Schnee aus dem
Gesicht und sagte : "Na warte, dich krieg ich." Dann sprintete er auf Raito zu
und sprang ihn an und schäumte ihn erst mal ordentlich ein. "Hehe.", lachte er
und Raito quiekte unter dem Schnee auf und versuchte sich zu befreien. "Hey!",
stieß er aus und nahm L in den Schwitzkasten und drückte sein Gesicht dann in
den Schnee. Ryuuzaki arbeitete sich wieder aus dem Schnee heraus und sah wie
sich Raito lachend auf einen Stein setzte und seine Kleider abklopfte. Schnell
formte er drei Schneebälle und warf sie nach Raito, streckte ihm die Zunge
raus. Raito konnte wenigstens noch einem ausweichen und klopfte sich seine
Kleidung erneut ab. Dann stand auch Ryuuzaki auf und klopfte seine Kleidung ab
und ließ sich dann in seiner Nähe nieder. Raito wischte sich den Schnee aus
dem Gesicht und sah in L´s breites Grinsen danach wandte er seinen Kopf und
starrte wie in Trance auf den See. L ließ sich schwer atmend und lächelnd nach
hinten in den Schnee fallen und sah in den bleigrauen Himmel über ihm. Raito
starrte weiter auf den See und fragte dann schließlich ohne seinen Blick von
der Pracht zu nehmen, die sich vor ihm erstreckte: "Woher kennst du diesen Ort?"
L riss seinen Blick von dem Himmel ab und musterte ihn von der Seite. "Ich habe
ihn gefunden als ich mal wieder vor meinen Eltern davon lief. Ich liebe diesen
Ort. Du bist der erste der ihn ausser mir je gesehen hat.", er setzte sich
wieder auf und folgte Raitos Blick. "Es muss schön sein mit seinen Eltern in
den Urlaub zu fahren.", sagte Raito und seufzte leise. "Nein , überhaupt
nicht." Raito sah ihn mit einer hochgezogenen Augenbraue an. "Wie meinst du
das?" "Weißt du, für meine Eltern war ich fast gar nicht existent. Sie
arbeiteten immer, selbst wenn wir im Urlaub waren. Ich konnte machen was immer
ich wollte, weglaufen so weit ich konnte und so lange fort bleiben wie ich
wollte. Als ich dann wieder kam sagten sie nie etwas oder wenn sie etwas sagten
war es nur "Ryuuzaki, in dein Zimmer, und da bleibst du die nächsten vier
Wochen auch!" Tja, so war das bei mir immer." "Sie haben wenigstens versucht dir
gute Eltern zu sein.", er sah ihn von der Seite an, "Mein Vater ist auch nie
zuhause, er arbeitet mit diesem rätselhaften L an dem Fall Kira." Sein Blick
wandte sich von ihm ab und sah traurig auf den See. //Ach ja stimmt, Yagami ist
sein Vater.//, dachte Ryuuzaki und folgte Raitos Blick dann rutschte er näher
an ihn heran und sagte : "Hey, sag mal.." "Was denn?", Raito sah nach rechts und
erschrak weil L ihm plötzlich so nah war und fiel zu Boden, "ah, musst du mich
so erschrecken?!" Ryuuzaki grinste. "Tut mir, leid, dass wollte ich nicht.",
sagte er schnell, stand auf und hielt ihm seine Hand hin. "Lass mich dir hoch
helfen." Raito sah ihn kurz an. "Also .. was wolltest du sagen?", fragte er und
nahm Ryuuzakis Hand und zog sich hoch. L zog ihn mit einem Ruck hoch doch
plötzlich rutschte sein Fuß auf dem Eis weg und er fiel nach hinten und zog
Raito mit sich. "Uah!", stieß er noch im Fall aus und landete hart auf dem Eis.
Als er die Augen wieder öffnete sah er, dass Raito mit Schrecken in den Augen
auf ihm lag. Doch der Schrecken wich schnell aus seinen Augen und er grinste zu
Ryuuzakis Überraschung. "Irgendwie passiert das andauernd, man könnte fast
meinen, dass wir uns anziehen wie zwei Magneten.", sagte er und lachte etwas
peinlich berührt. //Wenn er nur wüsste wie Recht er hat.//, fuhr es ihm durch
den Kopf und musste auch grinsen. Etwas rührte sich in seinem Inneren und er
spürte, dass er gleich etwas sehr dummes tun würde. Er lächelte Raito von
ganzem Herzen an und drückte ihn etwas fester an sich . //Bitte, lass mich
nichts falsches tun!//, betete er gedanklich.
Als L ihn fester an sich drückte starrte Raito verwirrt in den Schnee und wagte
es nicht ihm in die Augen zu sehen. Er spürte wie Ryuuzakis Herz unter ihm
schneller schlug und sein Herz mitreißen wollte. //Verdammt, was soll ich
tun?// L löste indes eine Hand von Raitos Rücken und legte sie auf seine
Wange, die heiß unter ihr erglühte. //Diese Augen.. sie machen mich wahnsinnig
und seine Haut... der Duft seiner Haut macht mich trunken. Ich kann ihm nicht
mehr widerstehen ... es .. es geht nicht mehr.// Langsam kam er näher.
Raitos Herzschlag beschleunigte sich und er hatte das Gefühl es wollte ihm aus
seinem Mund springen um in den Himmel zu fliegen. In seinem Inneren kam ein
Gefühl auf, so intensiv, so stark; noch nie hatte er es gefühlt. //Was tue ich
hier? Was ist das für ein Gefühl?//, dachte er und legte seine Hand auf die
Ryuuzakis. L war ihm schon ganz nah und konnte Raitos schnellen Atem auf seinen
Lippen spüren, welches ihn nur noch mehr zu ihnen trieb. Er schloss die Augen
und endlich berührten sich ihre Lippen. //Seine Lippen sind so weich und
warm.// Ein Zittern ging durch seinen Körper. //Wenn ich die Nacht wäre, dann
wäre er der Tag, wäre ich die Erde so wäre er mein Himmel.// Seine Hand
wanderte langsam über Raitos Hals und strich an ihm entlang.
Eine unglaubliche Wärme durchströmte Raitos Körper und er genoss dieses
Gefühl. Es war so warm und angenehm. Er schloss die Augen und seine Hand schob
sich unter L´s Jacke.
Ryuuzaki öffnete seinen Mund ein Stück und schob seine Zunge in Raitos Mund
und umspielte mit ihr ganz sanft dessen Zunge. Als er die Berührung an seinem
Bauch spürte zuckte er zusammen, denn sie war so sanft und vorsichtig wie die
Berührung einer Feder. //Ich .. ich platze gleich .. vor Glück.//, ging es ihm
durch den Kopf und er öffnete Raitos Jacke und schob seine Hand unter sein
Shirt und fuhr ganz vorsichtig über seinen Bauch, hoch zu seiner Brust. //Der
Schnee.. schmilzt er schon .. wegen unserem Feuer..?//
//Dieses Gefühl hatte ich noch nie zuvor!//, dachte er und öffnete den
Reißverschluss von L´s Jacke und schob sie mit einer Hand von seiner Schulter.
Langsam bewegen sich seine Lippen mehr nach unten, bis er an seinem Hals
angelangte. Ryuuzaki zog ihm die Jacke aus und ließ sie achtlos zu Boden fallen
dann schloss er die Augen wieder und hielt Raito seinen Hals hin damit er weiter
machen konnte. //Oh Gott.. was tut er.. da.. das ist so gut.// Seine Hände
wanderten Raitos Rücken rauf und strichen dann ganz langsam mit sanften
Bewegungen an ihm herab. Als Raito ihn erneut am Hals küsste fuhr eine
Gänsehaut über seine Haut und er drückte ihn fester an sich. //Das.. das ist
so gut .. so wundervoll.. Mir ist so heiß.//, dachte er und bemerkte nicht,
dass er den letzten Satz ausgesprochen hatte, er stöhnte leise und fast kaum
hörbar. Raito hatte währenddessen Ryuuzakis Pullover nach oben geschoben und
fuhr mit einer Hand über dessen Brust. Sanft hauchte er in L´s Ohr als eine
Gänsehaut über seinen Körper strich. Seine andere Hand wanderte langsam zu
seiner Hüfte herab. "Nicht aufhören.", flüsterte er L ins Ohr und erzeugte
bei ihm einen Schauder. Ein unglaublich starkes Gefühl fährt durch seinen
Bauch und will ihn nicht mehr los lassen, immer mehr und mehr wohlige Schauer
breiteten sich dort aus.
Ryuuzakis Hände ergriffen den Pullover und zogen ihn mitsamt Shirt aus dann
musterte er seinen Körper, der ebenfalls durchtrainiert war. Mit einem Finger
fuhr er den Konturen der Muskeln nach. //Es ist wie ein Traum...// , dachte er
verträumt und strich mit seinen Fingernägeln über Raitos Haut um ihm so einen
Schauder nach dem anderen zu bringen. Er hörte wie Raito schneller und heftiger
atmete und spürte wie sich sein Herzschlag verdoppelte. Raito legte eine Stirn
auf Ryuuzakis Brust und ließ seine Hand weiter in Richtung der Hose wandern. L
zog sein Gesicht zu ihm hoch und küsste ihn voller Leidenschaft. //Seine
Küsse.. sie sind so zärtlich .. voller Leidenschaft.. ich habe das Gefühl bei
ihnen zu vergehen..// Dann begann er seinen Hals zu liebkosen und sanft zu
beißen. Er spürte etwas nasses in seinem Gesicht und öffnete die Augen und
sah wie weiche Schneeflocken auf sie niederfielen, Raitos Rücken bedeckten und
zu schmelzen begannen.
//Der Schnee breitet seine sanften Schwingen über uns aus.. will unser Feuer
abkühlen .. aber nichts auf der Welt kann..//, er stöhnte wieder auf, //kann
es auslöschen.// Dann knabbert er leicht an Raitos Ohr und stöhnt wieder auf
unter seinen Berührungen.
Raito stöhnte leise auf und wanderte mit seinen Lippen weiter nach unten bis zu
Ryuuzakis Bauch. Sein ganzer Körper war voller warmer Gefühle und das Kribbeln
in seinem Bauch nahm weiter zu. Langsam öffnete er L´s Gürtel. //Es tut .. so
gut.. so gut...// Ryuuzaki bäumte sich unter seinen Küssen auf und er
versuchte seinen Atem zu beruhigen. //Was.. was tut er da?//, ging es ihm fast
schon panisch durch den Kopf doch das Gefühl in seinem Bauch zerstreute alle
Sorgen. Raito bemerkte seine Reaktion und sah ihm lange in die Augen bis er
selbst realisierte, was er da gerade getan hatte. //Was zum Teufel tue ich
hier?// Er dreht sich weg weil es ihm schlagartig klar wird. Doch Ryuuzaki
setzte sich auf und drückte ihn ganz sanft runter in den samtig weichen Schnee
und begann dann langsam mit seiner Zunge Muster aus seine Haut zu zeichnen und
mit seinen Küssen Raitos Körper unter sich erglühen zu lassen. Raito überkam
erneut eine Gänsehaut und legte seinen Kopf nach hinten und stöhnte laut auf.
Der Schnee um ihn herum begann langsam zu schmilzen und seine Hände wanderten
umher und krallten sich in den übrig gebliebenen Schnee. Ryuuzaki umfuhr mit
seiner Zunge ganz sacht seine Brustwarzen und dann weiter seine Seiten herunter
bis zur Hüfte da er wusste wie sensibel diese Stelle war und dann küsste er
seinen Bauch und führte seine Zunge dicht an seiner Hose vorbei auf die ander
Seite und dann wider zurück. //Soll ich es tun?// , er streckt seine Hand
zitternd aus und berührt Raitos Gürtel, wagt jedoch nicht ihn zu öffnen. Er
sah eine Bewegung und sah auf, Raito sah ihm fest in die Augen und signalisierte
ihm, dass er keine Angst haben brauchte und nicht zögern sollte. "Ryuu..", L´s
Name verließ seine Lippen wie ein sanfter Hauch und er legte seine Hand
zärtlich auf seine Wange. Ryuuzaki schluckte schwer und lächelt. Ganz langsam
öffnete er den Gürtel und Raitos Hose. //Ich .. ich habe Angst... vor diesem
Schritt.//, fuhr es ihm durch den Kopf doch seine Hand wanderte wie von allein
in Raitos Hose. Raito bäumte sich auf und atmete scharf ein. Er sah noch immer
diese Angst in Ryuuzakis Augen und beute sich zu ihm vor undlegte seine Arme um
ihn. "Hab keine Angst.", flüsterte er liebevoll. "Ich .. ich habe Angst etwas
falsch zu machen.", antwortete L genauso leise wie Raito gesprochen hatte und
genoss die Umarmung. Es dauerte etwas und erst dann erwidete er sie und biss
leicht in Raitos Hals. Dieser erzitterte leicht und drückte L noch fester an
sich. "Du brauchst keine Angst zu haben.. es ist ganz einfach.. lass dich von
deinen Gefühlen leiten.", hauchte er unter schnellem Atem und seine Hand fuhr
in L´s Hose. Ryuuzaki nickte leicht und schloss die Augen und schob seine Hand
ganz langsam und vorsichtig in Raitos Hose. //Dieses Feuer in mir.. es nimmt
immer mehr zu.. es verschlingt mich.. es verzehrt mich..//, er warf seinen Kopf
nach hinten und stöhnte unter Raitos Berührung auf.
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